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Fabian Pauls Portfolio

Case Study 3 · 2026 · Datenanalyse · technisches SEO · Python

Sichtbarkeitsanalyse und technische Relaunch-Abnahme

Eine eigene Datengrundlage aus Betriebs- und Suchdaten, eine reproduzierbare technische Abnahme des Relaunchs und eine Maßnahmenplanung, die mit Wirkung statt mit Aufwand beginnt.

Auftraggeber
Institut für Verwaltungswissenschaften gGmbH · 2026
Rolle
Analyse, technische Abnahme, Werkzeugbau, Priorisierung und Umsetzungsvorbereitung
Schwerpunkte
Datenanalyse · technisches SEO · Python-Automatisierung · Projekt- und Schnittstellenarbeit · Kommunikation

Ausgangslage

Parallel zum technischen Relaunch des Webauftritts sollte belastbar geklärt werden, warum der Bildungsträger in fachlich starken Themenfeldern online nur begrenzt sichtbar war. Betriebsdaten aus dem Verwaltungsprogramm, Suchdaten und Wettbewerbsbeobachtung lagen zuvor getrennt vor; eine reproduzierbare Verbindung zwischen diesen Quellen existierte nicht.

Die Fragestellung war damit größer als klassische Suchmaschinenoptimierung: Wo steht die Organisation in der Suche tatsächlich? Welche Risiken erzeugt der Relaunch? Und welche Maßnahmen lassen sich mit begrenzten Ressourcen selbst wirksam umsetzen?

Datengrundlage und Werkzeugbau

Statt bestehende Berichte lediglich zu interpretieren, wurde eine eigene Datengrundlage aufgebaut. Betriebsdaten aus dem Fachverfahren und externe Messdaten wurden in getrennten Datenbanken zusammengeführt und mit einer Sammlung eigener Python-Werkzeuge für Import, Abgleich, Auswertung und reproduzierbare Berichtserzeugung verarbeitet.

Ziel war Nachvollziehbarkeit: Aussagen sollten auf ihre Datenquelle zurückgeführt und Auswertungen bei geänderten Daten erneut aus Code erzeugt werden können, statt als einmalige Tabellenstände zu enden.

Nullmessung: Bekanntheit ist nicht dasselbe wie Sichtbarkeit

Vier Monate Suchdaten der alten Website wurden als Nullmessung ausgewertet. Dabei wurden Kennzahlen festgelegt, anhand derer die Wirkung des Relaunchs später überhaupt bewertet werden kann, unter anderem Marken- versus Fachnachfrage, Indexstatus und Positionen.

Ein zentraler Befund: Der überwiegende Teil der organischen Klicks war markengetrieben, kam also von Suchenden, die den Namen der Organisation bereits kannten. Die Website funktionierte damit vor allem als Nachschlagewerk für Bestandskundschaft und deutlich weniger als Akquisekanal über fachliche Suchanfragen.

Technische Abnahme des Relaunchs

Für die wichtigsten Altadressen wurde ein automatisierter Volltest aufgebaut, der jede reichweitenstarke alte URL gegen das vorgesehene Zielverhalten prüft. Die erste Prüfung zeigte, dass ein großer Teil dieser Adressen pauschal auf eine Sammelseite umgeleitet worden wäre. Nach Gewichtung mit den historischen Suchdaten entsprach das einem Risiko für einen erheblichen Anteil des bisherigen Suchverkehrs.

Statt nur eine Mängelliste an das Webteam zu geben, wurden Zuordnungstabellen mit Altadresse, Sollziel und Klickgewicht erstellt. Ein eigenes Prüfskript machte den Volltest jederzeit in Minuten wiederholbar. Nach zwei Umsetzungsrunden liefen alle geprüften Adressen exakt auf ihr vorgesehenes Ziel.

Messmethode korrigiert statt Ergebnis schöngeredet

Eine erste Sichtbarkeitsmessung arbeitete mit langen, präzisen Fachanfragen und lieferte ein vergleichsweise günstiges Bild. Bei der Plausibilitätsprüfung zeigte sich jedoch, dass diese Suchweise nicht dem typischen Verhalten der Zielgruppe entsprach. Die Messung wurde deshalb mit kürzeren, generischen Suchanfragen wiederholt. Das Ergebnis fiel deutlich schlechter aus, war aber methodisch belastbarer. Die Konsequenz war nicht, die schlechteren Zahlen zu relativieren, sondern die verbesserte Methode zum neuen Standard zu machen.

Wenn eine Messung ein überraschend gutes Ergebnis liefert, prüfe ich zuerst die Messmethode, nicht, wie sich das Ergebnis am besten präsentieren lässt.

Vom Befund zu umsetzbaren Arbeitsmitteln

Ergebnis

Was dieses Projekt fachlich zeigt